DNA-Methylierung
Unsere Molekulardiagnosetests für Krebs basieren auf dem Nachweis von Veränderungen der DNA-Methylierung („Biomarker für DNA-Methylierung“). Die DNA-Methylierung ist ein natürlicher und streng geregelter biologischer Prozess, der die Regulierung von Genen und die Stabilität des menschlichen Genoms gewährleistet, indem die Cytosine durch kovalente Addition einer Methylgruppe modifiziert werden. Die DNA-Methylierungsmuster sind zelltypspezifisch (unverwechselbare „Fingerabdrücke“) und verändern sich in normalen biologischen Prozessen und bei zahlreichen Erkrankungen, insbesondere bei Krebs. Diagnostische Tests, die auf der Beurteilung von Veränderungen in der DNA-Methylierung von krankheitsrelevanten Biomarkern basieren, können für Vorsorgeuntersuchungen, zur Diagnose, Prognose und zur Vorhersage des Therapieansprechens eingesetzt und als Begleitdiagnostik (cDx) weiterentwickelt werden.
Die DNA-Methylierung eignet sich aus folgenden Gründen für zahlreiche Anwendungen im Bereich Molekulardiagnostik:
- Sie stellt eine reichhaltige Quelle für äußerst empfindliche und spezifische Biomarker für praktisch jeden diagnostischen Bedarf dar.
- Es handelt sich um eine stabile, kovalente Modifikation der DNA, die auch bei an formalinfixierten, in Paraffin eingebetteten Gewebeproben für histopathologische Routine-Untersuchungen erhalten bleibt.
- Sie kann für nicht invasive Diagnosetests auch in zellfreier DNA bestimmt werden, die im Blutkreislauf zirkuliert.
- Sie kann mit Hilfe üblicher Diagnoseverfahren getestet werden, die routinemäßig auch für den Test auf Infektionskrankheiten eingesetzt werden, wie z. B. Real-Time-PCR.

