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Epigenomics AG berichtet über das erste Halbjahr 2008

Kennzahlen (in TEUR)

  • Umsatzerlöse: 1.511 im H1 2008; Anstieg um 13 % (H1 2007: 1.343)
  • EBIT: -5.888 im H1 2008; Verbesserung um 15 % (H1 2007: -6.949)
  • Periodenfehlbetrag: -5.632 im H1 2008; Rückgang um 16 % (H1 2007: -6.699)
  • Liquide Mittel: 17.753 am Ende des H1 2008 (Jahresende 2007: 10.016)

Highlights des erfolgreichen ersten Halbjahres 2008 und des bisherigen Jahresverlaufs

  • Solides Umsatzwachstum, verbessertes EBIT und niedrigerer Periodenfehlbetrag
  • Künftige Finanzierung durch Kapitalerhöhung gesichert; Initiative „Epi 2010” zur Entwicklung einer kommerziell ausgerichteten Organisation
  • Lizenzabkommen für Septin 9 mit Quest Diagnostics abgeschlossen
  • Neues Septin-9-Testverfahren für Darmkrebs-Bluttest in klinischen Studien erfolgreich getestet
  • Europäisches Patentamt gibt grünes Licht für Septin-9-Schlüsselpatent
  • PRESEPT-Studie als Teil unseres Darmkrebs-Entwicklungsprogramms gestartet
  • Zwei klinische Studien im Rahmen des Lungenkrebsprogramms erfolgreich abgeschlossen
  • Zusätzliche Daten aus Gewebe- und Urinproben im Rahmen des Prostatakrebsprogramms gewonnen
  • Technologie-Lizenzabkommen mit OncoMethylome Sciences und DxS unterzeichnet
  • Weiterentwicklung des Managements durch die Einstellung eines neuen Senior VP Product Development

Pressemitteilung, Berlin und Seattle,WA, USA

05.08.2008

Die Epigenomics AG (Frankfurt, Prime Standard: ECX), ein Molekulardiagnostik-Unternehmen, das Krebstests auf der Basis der DNA-Methylierung entwickelt, hat heute die Ergebnisse des zweiten Quartals und des ersten Halbjahres zum 30. Juni 2008 bekannt gegeben und seinen Unternehmens-Ausblick aktualisiert.

Gert Nygaard, CEO der Epigenomics AG, kommentierte den Verlauf der ersten sechs Monate: „Nach der erfolgreichen Finanzierung im ersten Quartal haben wir uns im zweiten Quartal ganz der Entwicklung unserer Produkte gewidmet und dabei über das gesamte Portfolio hinweg bedeutende Fortschritte gemacht. Ganz besonders hervorheben möchte ich die Erfolge in der klinischen Evaluierung unseres verbesserten Testverfahrens für den Darmkrebs-Bluttest, den pünktlichen Start der PRESEPT-Studie und den deutlichen Fortschritt in unserem Lungenkrebsprogramm. Daneben waren wir in der Lage, unsere Initiative „Epi 2010“ weiterzuführen. Mit dieser Initiative wollen wir unsere Organisation kontinuierlich verbessern und gleichzeitig unseren Mittelverbrauch verringern und so eine adäquate Finanzierung unserer Hauptwerttreiber sichern.“


Erstes Halbjahr 2008 – Geschäftsüberblick und Highlights

In der ersten Jahreshälfte und insbesondere im zweiten Quartal 2008 hat Epigenomics bei allen seinen Programmen bedeutende Fortschritte erzielt. Das Unternehmen konzentrierte sich weiterhin auf seine Hauptwerttreiber, insbesondere auf das Darmkrebs-Vorsorgeprogramm. Hier konnte Epigenomics zwei Studien mit klinischen Blutproben erfolgreich zum Abschluss bringen, die die Fähigkeit des Septin-9-Biomarkers, Darmkrebs aller Stadien zu erkennen, bestätigten. In den beiden Studien in denen insgesamt mehr als 500 Blutplasmaproben auf methylierte DNA des Septin9-Gens untersucht wurden, zeigte der Biomarker eine Sensitivität von 74 % bzw. 69 % und eine Spezifität von 92 % bzw. 89 %. Diese Studien bestätigten die in früheren Studien im Jahr 2006 beobachtete analytische und klinische Leistungsfähigkeit des Biomarkers Septin-9. Die diesjährigen klinischen Studien wurden unter Verwendung eines verbesserten Testverfahrens durchgeführt, das den Anforderungen an diagnostische Routineverfahren in klinischen Labors gerecht wird. Der Biomarker Septin-9 wurde in zahlreichen Fall-Kontroll-Studien mit nunmehr insgesamt 3.500 Blutproben evaluiert.

Quest Diagnostics Inc. und Abbott Molecular Inc., die ersten beiden Lizenznehmer von Epigenomics Septin-9-Biomarker machen Fortschritte auf dem Weg zur Vermarktung des Biomarkers. Im Juli 2008 berichtete Quest Diagnostics, dass der Portfolioansatz zum Ausbau der Führungsposition des Unternehmens in der Darmkrebsvorsorge auch die Entwicklung des ersten Bluttests für den Nachweis von Darmkrebs mit Hilfe des Septin-9-Biomarkers von Epigenomics beinhalte. Der Partner Abbott Molecular rechnet in Europa für 2009 mit der Markteinführung eines CE-gekennzeichneten in-vitro-diagnostischen Tests auf der m2000-Plattform. Durch diese Partnerschaften wird Epigenomics Patienten und Ärzten in den USA und Europa frühen kommerziellen Zugang zu seinen Krebs-Biomarkern ermöglichen.

Um die Entwicklung seines Darmkrebs-Früherkennungstests weiter voranzutreiben, hat Epigenomics die PRESEPT-Studie gestartet. Bei PRESEPT handelt es sich um eine multizentrische Studie zur Charakterisierung der klinischen Leistungsfähigkeit von Septin-9 in einer entsprechend den US-amerikanischen Darmkrebsvorsorge-Richtlinien definierten Zielgruppe. In der Studie werden Probanden mit einem nach den US-Vorschriften durchschnittlichen bis erhöhten Risiko untersucht, die sich einer Darmkrebsvorsorge durch Koloskopie unterziehen. Neben dem Nachweis des klinischen Nutzens von Septin-9 in der Darmkrebsvorsorge werden die in PRESEPT etablierten Leistungsmerkmale unter Einsatz eines validierten gesundheitsökonomischen Modells zur Einschätzung des möglichen gesundheitsökonomischen Nutzens einer Blutbasierten Darmkrebsvorsorge verwendet. Daneben wird Epigenomics seinen Industriepartnern, die IVD-Tests auf der Basis von Septin-9 entwickeln, Zugang zu den PRESEPT-Proben und -Daten gewähren. Mit diesen Proben können die Partner die für die behördliche Zulassung ihres jeweiligen IVD-Tests notwendige klinischen Zulassungsstudien durchführen.

Inzwischen wurde ein klinischer Lenkungsausschuss für PRESEPT etabliert und erste Probanden wurden in die Studie aufgenommen. Bis zum heutigen Tag wurden 19 klinische Zentren in den USA und Deutschland für die Teilnahme an PRESEPT qualifiziert oder stehen im Qualifizierungsprozess. Von diesen Zentren haben bereits drei mit der Sammlung von Proben begonnen. Ingesamt erwartet Epigenomics, dass ungefähr 7.500 Probanden benötigt werden, um die laut Vorgabe der PRESEPT-Studie erforderlichen 50 Fälle von Darmkrebs zu erhalten. Mit den Ergebnissen der Studie wird für das Jahr 2009 gerechnet.

Im zweiten Quartal 2008 konnte Epigenomics zudem im Rahmen seines Lungenkrebs-Programms zwei klinische Studien erfolgreich zum Abschluss bringen. Beide Studien wurden in enger Zusammenarbeit mit der Charité – Universitätsmedizin, Berlin, durchgeführt. Die erste klinische Studie mit Bronchiallavage-Proben zeigte, dass ein Panel mit zwei firmeneigenen Biomarkern 79 % der Lungenkrebsfälle mit einer Spezifität von 95 % erkennen konnte. Die zweite Studie mit Blutplasmaproben zeigte, dass ein Panel mit zwei Biomarkern zwei Drittel aller Lungenkrebs Fälle (Sensitivität von 66 %) mit einer falsch-positiven Rate von nur 12 % (Spezifität von 88 %) korrekt erkennt. Die Studie bestätigte die Ergebnisse einer kleineren Studie mit Blutplasmaproben aus dem Jahr 2007. Die in der jüngsten Studie untersuchte Patientengruppe enthielt jedoch einen besonders hohen Anteil von Patienten mit Krebs in den in diesem Zusammenhang besonders wichtigen Frühstadien der Erkrankung. Auf der Basis dieser Daten prüft Epigenomics nun mehrere Optionen zur Entwicklung und Vermarktung von Produkten für die Früherkennung und Diagnose von Lungenkrebs.

Im ersten Halbjahr 2008 berichtete Epigenomics aus seinem Prostatakrebs-Programm über die Entdeckung neuer Biomarker die in Urin eine vergleichbar gute Leistung mit den derzeit am besten untersuchten DNA-Methylierungs-Biomarkern für Prostatakrebs zeigten. Auf der Jahreskonferenz 2008 der AACR (American Association for Cancer Research) in San Diego wurde ein Poster mit Daten präsentiert, die diese neuen Biomarker in Tumorgewebe, normalem Prostatagewebe und Prostatagewebe von Patienten mit gutartiger Prostatahyperplasie validieren.

In der ersten Jahreshälfte 2008 konnte Epigenomics zwei wichtige Lizenzabkommen schließen. So vergab das Unternehmen für mehrere seiner Kerntechnologien Lizenzen an OncoMethylome Sciences S.A. und ging mit DxS Ltd. ein Kreuzlizenzabkommen für Rechte an DNA-Methylierungs-Anwendungen der Scorpions®-Technologie von DxS ein. Beide Abkommen beinhalteten eine Vorauszahlung an Epigenomics und sehen mögliche künftige Umsatzbeteiligungen vor, wenn die Lizenznehmer oder deren Partner die Epigenomics-Technologien in der Produktentwicklung einsetzen.

Im Bereich Biomarker Services führte Epigenomics eine Reihe von Biomarker-F&E-Kooperationen mit Partnern wie Centocor, Johnson & Johnson, Pfizer und Pharmion sowie mit einer Reihe von führenden wissenschaftlichen Einrichtungen wie dem Karolinska Institute, Stockholm, Schweden, weiter fort.

Ende Juli erhielt Epigenomics für sein Schlüsselpatent zum Schutz des Biomarkers Septin-9 in Europa die Ankündigung seitens der Patentbehörde, dass diese beabsichtigt, das Patent zu erteilen.
Dieser Marker ist das Kernstück des Darmkrebs-Früherkennungsprodukts von Epigenomics und sichert Epigenomics’ Anspruch auf signifikante Beteiligungen an den zukünftigen Umsätzen seiner Lizenznehmer und deren Partner. Eine Patenterteilung gewährt Epigenomics zusätzlichen Schutz, da hierdurch über die Technologien hinaus auch die den Tests zugrunde liegenden Biomarker geschützt werden.


Personelle Veränderungen im Management

Heute haben sich der Aufsichtsrat und Herr Dr. Kurt Berlin, Forschungsvorstand des Unternehmens, einvernehmlich darauf verständigt, dass Herr Dr. Berlin mit Wirkung vom 31. August 2008 sein Amt als Forschungsvorstand und Mitglied des Vorstands niederlegen wird. Herr Dr. Berlin, Mitgründer des Unternehmens, hat sich entschieden, eine Vorstandsposition bei einer anderen Gesellschaft zu übernehmen, die nicht mit Epigenomics im Wettbewerb steht. Er wird dem Unternehmen mit sofortiger Wirkung als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats und in den Jahren 2008 und 2009 als Berater in sämtlichen Fragen im Zusammenhang mit der Forschung, dem Technologieportfolio sowie dem Lizenz- und Patentwesen zur Verfügung stehen.

Die Zuständigkeiten von Herrn Dr. Berlin für die Produktentwicklung werden von einem kürzlich unter Vertrag genommenen Senior Vice President Product Development übernommen, der am 1. November 2008 seine Tätigkeit bei Epigenomics aufnehmen wird. Der designierte Sr. VP Product Development kommt aus seiner jetzigen Position bei einem der weltweit führenden Molekulardiagnostik-Unternehmen zu Epigenomics, wo er für Produktentwicklungsprojekte in der Krebsdiagnostik in den USA verantwortlich ist. Zuvor konnte er bei Abbott Diagnostics mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Produktentwicklung, im operativen Geschäft und regulatorischen Bereich/Compliance sammeln.

„Ich möchte Herrn Dr. Berlin für seinen herausragenden Beitrag zur Entwicklung von Epigenomics in den letzten zehn Jahren danken. Wir freuen uns, dass wir auch in der Zukunft auf sein Wissen in der DNA-Methylierung und der Patentlandschaft in diesem Bereich bauen können,“ sagte Geert Nygaard, Vorstandsvorsitzender von Epigenomics. „Wir glauben, mit unserer Wahl für den zukünftigen Senior VP Product Development den idealen Nachfolger für Herrn Dr. Berlin gewonnen zu haben, der die Produktentwicklungsprogramme von Epigenomics in die nächste Entwicklungsphase führen wird. Er verfügt über die perfekte Mischung aus Qualifikation, Expertise und Erfahrung, um unsere Produkte durch die Endphase der Entwicklung in die Vermarktungsphase zu führen. Aufgrund unseres gemeinsamen Verständnisses über Vertraulichkeit mit seinem gegenwärtigen Arbeitgeber, können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Details mitteilen, werden dies aber schnellstmöglich tun.“

Wie bereits mitgeteilt hat sich der ehemalige Chief Operating Officer, Herr Christian Piepenbrock, im Rahmen der Initiative „Epi 2010” entschieden, von seinem Vorstandsmandat zurückzutreten und Epigenomics zu verlassen, um sich anderweitigen beruflichen Zielen zuzuwenden.

Erstes Halbjahr 2008 – Finanzübersicht

Die Umsatzerlöse von Epigenomics beliefen sich im H1 2008 auf mehr als EUR 1,5 Mio., ein Anstieg um nahezu 13 % gegenüber den EUR 1,3 Mio. im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Umsätze des ersten Halbjahres in Form von F&E-Zahlungen, Lizenzerlösen und Umsatzbeteiligungen stammten sowohl aus bestehenden als auch aus neu geschlossenen Kooperationen und Lizenzabkommen.

Das EBIT des ersten Halbjahres 2008 lag mit EUR -5,9 Mio. im Rahmen der Erwartungen der Geschäftsleitung und verbesserte sich um 15 % gegenüber dem EBIT des H1 2007 von EUR -6,9 Mio.

Die F&E-Kosten sanken von EUR 5,3 Mio. im H1 2007 auf EUR 4,7 Mio. und spiegelten die stärkere Fokussierung der Produktentwicklung von Epigenomics wider. Die Kosten der umgesetzten Leistung für die mit Partnern betriebenen F&E-Programme blieben in der Berichtsperiode mit TEUR 465 gegenüber TEUR 478 im H1 2007 nahezu unverändert.

Die operativen Kosten der ersten sechs Monate des Jahres 2008 beliefen sich auf EUR 7,9 Mio., ein Rückgang um 11 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (EUR 8,8 Mio.). Diese Verbesserung ist Folge der in diesem Jahr von Epigenomics gestarteten Initiative „Epi 2010”, in deren Rahmen die Geschäftsleitung von Epigenomics beabsichtigt, die operativen Abläufe weiter zu straffen. Im Rahmen der Initiative werden derzeit alle F&E-Laboraktivitäten in Berlin zusammengefasst. Die Labortätigkeit bei der Epigenomics Inc. in Seattle wird in der zweiten Jahreshälfte 2008 eingestellt. Künftig wird sich Epigenomics Inc. am Standort Seattle ausschließlich auf die Durchführung von klinischen Studien wie z. B. die laufende PRESEPT-Studie konzentrieren. Am Ende des Berichtszeitraums beschäftigte Epigenomics 96 Personen, verglichen mit 112 am Jahresende 2007 und 120 am 30. Juni 2007.

Der Periodenfehlbetrag belief sich auf EUR -5,6 Mio., verglichen mit EUR -6,7 Mio. im H1 2007. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie verbesserte sich von EUR -0,39 im H1 2007 auf EUR -0,22 in der Berichtsperiode.

Insgesamt gesehen hat sich die Finanzlage von Epigenomics günstig entwickelt: Die Bilanzsumme belief sich am Ende des Berichtszeitraums auf EUR 27,6 Mio. im Vergleich zu EUR 22,9 Mio. am Jahresende 2007. Die liquiden Mittel betrugen am 30. Juni 2008 EUR 17,8 Mio. gegenüber EUR 10,0 Mio. am 31. Dezember 2007.

Im ersten Halbjahr 2008 war der Netto-Cashflow aufgrund des Mittelzuflusses aus der im Februar 2008 durchgeführten Kapitalerhöhung mit EUR 7,9 Mio. positiv. Der Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2008 auf EUR 4,5 Mio. Der Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit betrug EUR 0,9 Mio. vor allem infolge einer vorzeitigen Rückzahlung von bis zur Fälligkeit zu haltenden Wertpapieren. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war wegen der Kapitalerhöhung im Februar 2008, in deren Rahmen 8.458.062 neue Aktien zu je EUR 1,60 ausgegeben wurden, mit EUR 11,5 Mio. positiv.

„Neben unseren erheblichen Fortschritten im operativen Bereich und in der Produktentwicklung war die erste Jahreshälfte von strikter Finanzdisziplin verbunden mit einem Umsatzwachstum geprägt. Aus diesem Grund liegen alle unsere Finanzkennzahlen im Rahmen unserer Erwartungen,“ sagte Oliver Schacht, Finanzvorstand der Epigenomics AG. „Unsere Initiative „Epi 2010“ hatte einen guten Start, entfaltet ihre Wirkung und hat sich klar bewährt.“

Ausblick

In der zweiten Jahreshälfte 2008 wird der am weitesten entwickelte Test und Hauptwerttreiber von Epigenomics, der Bluttest für Darmkrebs, weiterhin im Fokus der Entwicklungs- und Vermarktungsmaßnahmen der Gesellschaft stehen. Es wird erwartet, dass im Rahmen der PRESEPT-Studie die Qualifizierung und Einbindung der klinischen Zentren, sowie die Sammlung der Patientenproben zügig voranschreiten. Dies soll eine Zwischenanalyse im ersten Quartal 2009 und den Abschluss der Studie im zweiten Halbjahr 2009 ermöglichen.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass ihr Partner Quest Diagnostics gegen Ende 2008 einen laborentwickelten (LDT) Test für die Entdeckung von methylierter Septin-9-DNA in Blutplasma einführen wird, mit dem die Früherkennung von Darmkrebs gefördert werden soll.

Es ist Ziel der Gesellschaft, in der zweiten Hälfte 2008 eine weitere IVD-Partnerschaft einzugehen. Epigenomics führt gegenwärtig Gespräche und Verhandlungen mit möglichen IVD-Partnern, wobei die im ersten Halbjahr 2008 erzielten Fortschritte den Erwartungen entsprachen.

Die Geschäftsleitung rechnet für das Gesamtjahr 2008 weiterhin mit einem Anstieg der Umsatzerlöse auf EUR 3 Mio. bis EUR 4 Mio., verglichen mit EUR 2,6 Mio. im Geschäftsjahr 2007. Das Betriebsergebnis (EBIT) des Jahres 2008 sollte ebenfalls steigen und zwischen EUR -11,5 Mio. und EUR -12,5 Mio. betragen gegenüber einem EBIT in 2007 von EUR -13,5 Mio. Epigenomics rechnet damit, dass der Nettofinanzmittelverbrauch des Jahres 2008 unter der Marke von EUR 10 Mio. bleiben wird und somit deutlich besser ausfallen dürfte als der Zahlungsmittelverbrauch von EUR 12 Mio. im Jahr 2007.


Weitere Informationen

Der ausführliche 6-Monatsbericht 2008 steht im Internet auf der Website des Unternehmens unter
www.epigenomics.de/de/investorrelations/Finanz_Daten/ .

Epigenomics wird heute um 15.00 Uhr CET eine Telefonkonferenz veranstalten, auf der die Geschäftsleitung die Ergebnisse des zweiten Quartals und des ersten Halbjahres 2008 vorstellen wird. Die Einwahldaten sind wie folgt:

Einwahldaten (innerhalb Deutschlands): +49 (0) 6103 485 3001

Einwahldaten (außerhalb Deutschlands): 1-480-629-1990

Teilnehmer werden gebeten, sich 10 Minuten vor Beginn der Telefonkonferenz einzuwählen.

Die der Telefonkonferenz zu Grunde liegende Präsentation kann von der Unternehmens-Website heruntergeladen werden: www.epigenomics.de/de/downloads_/firmeninformation/

Eine Aufzeichnung der Telefonkonferenz wird nach der Veranstaltung auf der Unternehmens-Website zur Verfügung gestellt: www.epigenomics.de/de/downloads_/firmeninformation/

Epigenomics AG

Die Epigenomics AG ist ein Molekulardiagnostik-Unternehmen mit einem Schwerpunkt auf der Entwicklung neuartiger Produkte für die Krebsdiagnostik. Auf der Basis von DNA-Methylierungs-Biomarkern zielen die Tests von Epigenomics darauf, Krebs bereits im Frühstadium noch vor dem Auftreten erster Symptome zu erkennen und könnten dadurch die durch diese gefürchtete Krankheit verursachte Sterblichkeit verringern.

Die Produktpipeline von Epigenomics umfasst einen klinisch validierten Biomarker für die Früherkennung von Darmkrebs in Blutplasma und weitere firmeneigene DNA-Methylierungs-Biomarker in verschiedenen Entwicklungsstadien für die Früherkennung von Prostata- und Lungenkrebs in Urin- bzw. Blut- und Bronchiallavage-Proben. Epigenomics Septin-9-Biomarker für die Früherkennung von Darmkrebs in einer gewöhnlichen Blutprobe zeigte immer wieder seine hervorragenden Eigenschaften im Rahmen mehrerer klinischer Studien mit insgesamt mehr als 3.500 Probanden.

Für die Entwicklung und Vermarktung als in-vitro-diagnostische Testkits verfolgt Epigenomics eine nicht exklusive Lizenzstrategie, die sich an Partner in der Diagnostikindustrie richtet. Als erster strategischer Partner hat Abbott Molecular Inc. die weltweiten nicht exklusiven IVD-Rechte an Epigenomics Biomarker Septin 9 zur Früherkennung von Darmkrebs einlizenziert. Epigenomics hat sich auch zum Ziel gesetzt, Ärzten und Patienten als Testservice frühzeitig Zugang zu diesen Biomarkern über zentralisierte Referenzlabors zu geben. Als erster Referenzlabor-Partner hat Quest Diagnostics Inc. – führender Anbieter von Diagnostik-Tests, Informationen und Dienstleistungen – die Lizenz für die Vermarktung eines laborentwickelten Tests (LDT) für Septin-9 in den USA erworben.

Epigenomics bietet Partnern aus der Gesundheitsbranche und der biomedizinischen Forschung Zugang zu seinem durch mehr als 150 Patentfamilien geschützten Portfolio aus DNA-Methylierungs-Technologien und -Biomarkern in Form von Forschungsprodukten, Biomarker-Dienstleistungen, IVD-Entwicklungskooperationen und Lizenzabkommen. Das Unternehmen hat seinen Firmensitz in Berlin und ist mit einer 100 %igen Tochtergesellschaft in Seattle, WA, USA, vertreten. Weitere Informationen finden sich unter www.epigenomics.com.

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Rechtlicher Hinweis

Diese Veröffentlichung enthält ausdrücklich oder implizit in die Zukunft gerichtete Aussagen, die die Epigenomics AG und deren Geschäftstätigkeit betreffen. Diese Aussagen beinhalten bestimmte bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage und die Leistungen der Epigenomics AG wesentlich von den zukünftigen Ergebnissen oder Leistungen abweichen, die in solchen Aussagen explizit oder implizit zum Ausdruck gebracht wurden. Epigenomics macht diese Mitteilung zum Datum der heutigen Veröffentlichung und beabsichtigt nicht, die hierin enthaltenen, in die Zukunft gerichteten Aussagen aufgrund neuer Informationen oder künftiger Ereignisse bzw. aus anderweitigen Gründen zu aktualisieren.