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MIDAS Research – ExpessNote zur Epigenomics AG: Vorgeschlagene Kapitalzusammenlegung sinnvoll / Rein formale Verlustanzeige mit anschließender, kostentreibender a.o. HV werden vermieden / Kein aktueller Kapitalbedarf

MIDAS Research / Schlagwort(e): Sonstiges

19.05.2011 / 15:20

MIDAS Research - ExpessNote zur Epigenomics AG: Vorgeschlagene
Kapitalzusammenlegung sinnvoll / Rein formale Verlustanzeige mit
anschließender, kostentreibender a.o. HV werden vermieden / Kein aktueller
Kapitalbedarf

Der zuständige Biotech-Analyst bei MIDAS Research bringt es auf den Punkt:
Es war nicht nur abzusehen, sondern auch anlässlich der
Bilanzpressekonferenz Anfang April bereits angekündigt worden: Im zweiten
Halbjahr 2011 werden bei der Epigenomics AG (WKN: A0BVT9 / Börsenkürzel:
ECX) bis dahin die aufsummierten Verluste nach HGB-Rechnungslegung die
Hälfte des nominellen Grundkapitals überschritten haben. Dieser Umstand
würde nach § 92 Abs. 1 AktG zur unverzüglichen Einberufung einer
außerordentlichen Hauptversammlung führen. 'Ein rein formaler Akt', betont
der Fachanalyst, 'der den Aktionären die Gelegenheit zur Aussprache gibt,
ohne dass zwingend Maßnahmen beschlossen werden müssen'.

Es bestünde auch kein akuter Handlungsbedarf, ergänzt Thomas Schießle,
schließlich ändert sich durch die § 92-Meldung nichts an dem wichtigen
Finanzstatus. Nach Überzeugung des Analysten ist kein aktueller
Finanzierungsbedarf zu erkennen, wenn man die momentan vorhandenen liquide
Mittel in Höhe von EUR 23,5 Mio. (Stichtag 31. März 2011) sowohl in
Relation zum aktuellen Finanzmittelverbrauch als auch zu dem anvisierten
Mittelverbrauch für das gesamte Geschäftsjahr 2011 stellt. Akute
Kapitalerhöhungsbefürchtungen seitens der Investoren sind nach
Analystenmeinung unbegründet -  der durch die Meldung ausgelöste Kurssturz 
mithin 'irrational'.

Im Auftaktquartal 2011 stieg der Nettoverlust bei Epigenomics auf EUR 2,9
Mio. und übertraf damit den Wert des Startquartals 2010 nur um EUR 0,3 Mio.
Der Jahresstart war aus dem Blickwinkel der bloßen Zahlen wenig spektakulär
und ändere nicht die MIDAS-Schätzung für das aktuelle Berichtsjahr, betont
der Fachanalyst. Für das gesamte Geschäftsjahr sieht die Planung einen
Finanzmittelabfluss von ca. EUR 12 Mio. vor, so dass in den dann folgenden
Monaten noch über EUR 10 Mio. zur Verfügung stehen würden, um die 2012/13
kräftig auszubauenden Marketingmaßnahmen vor und für den angestrebten
Produktlaunch des Epi proColon 2.0 nach einem positivem Votum der FDA in
den USA - dem aktuell bedeutendsten Werttreiber der Berliner - zu
finanzieren. Bereits heute sind Vertriebs-und Marketingaktivitäten und die
Entwicklung von Epi proColon(R) 2.0 die Hauptkostentreiber. In diese
Kategorie fallen auch gesundheitsökonomische Analysen einer
bevölkerungsweiten Früherkennung von Darmkrebs.

Eine solche Untersuchung wurde im Mai von Dr. Uri Ladabaum von der
Universität Stanford und weiteren Wissenschaftlern durchgeführt und auf dem
wichtigsten Fachkongress in den USA, der Digestive Disease Week 2011,
vorgelegt. Diese Studie zeigt, dass Septin9-Bluttests eine medizinisch
effektive und kosteneffiziente Screening-Strategie sind, wenn man durch sie
mehr Menschen zur Teilnahme bewegt. Und genau das wollen die Berliner. Dass
dies realistisch ist, zeigen erste Ergebnisse einer weiteren Studie der
Universität von Utah, USA. Demnach wäre die Mehrheit der derzeit nicht an
der systematischen Früherkennung teilnehmenden Patienten bereit, einen
Septin9-Test durchführen zu lassen. Diese Erkenntnis gilt es in weiteren
Studien zu erhärten, um schließlich auch die Versicherungen zu überzeugen.
Es ist also nicht zwingend, dass der Finanzmittelverbrauch in den kommenden
Monaten steigen muss, vielmehr könnte er  durchaus schrittweise aufgrund
von positivem Cashflow aus Verkaufserlösen auch abnehmen, wovon letztlich
auch abhängen wird, ob das Unternehmen einen weiteren Finanzierungsbedarf
hat oder nicht. Schließlich sind die wichtigsten Erlösquellen neben den
Lizenzzahlungen für Septin9-basierte Tests F & E-Finanzierungen der Partner
und die Produkterlöse in Europa.

Im Zusammenhang mit der ganzen Diskussion über die nur rein formal nötige
Verlustanzeige nach HGB wäre eine gute Nachricht fast unter den Tisch
gefallen: Im ersten Quartal 2011 wies Quest Diagnostics Inc. gegenüber den
Berlinern beteiligungspflichtige Umsätze aus dem Verkauf von rund 1.500
ColoVantage(TM)-Tests aus. Schon im März berichteten wir über die hohe
Bedeutung, die dem Test in den USA zugebilligt wird. Nach Aussagen des
Topmanagements gehört der ColoVantage(TM) Darmkrebs-Bluttest als
innovativer Test offensichtlich mit zu den wesentlichen Impulsgebern bei
Quest im aktuellen Jahr. Nicht ohne Grund wird der Test auch direkt auf der
Homepage www.questdiagnostic.com beworben. Und die weitere Entwicklung kann
sich sehen lassen: Bis Ende April wurden insgesamt rund 4.000 Tests
durchgeführt. Diese junge Verkaufsstatistik lässt sich in ihrer Dynamik
zwar nicht eins zu eins in die Zukunft fortschreiben, spricht aber
durchaus, so der Biotech-Analyst, für die Akzeptanz des Tests in der
Ärzteschaft.

Auf der anderen Seite bleibt Kostendisziplin in jedem Fall oberstes
betriebswirtschaftliches Gebot.
Eine außerordentliche HV, um auf das Ausgangsthema zurückzukommen, wäre
dahingehend 'kontraindikativ', denn sie würde nur Kosten verursachten. Es
gilt, eine günstigere Lösung zu finden!
Der Vorschlag lautet konkret, der Hauptversammlung am 28. Juni 2011 unter
anderem einen Beschlussvorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats zu einer
vereinfachten Herabsetzung des Grundkapitals (gemäß §§ 229 ff. AktG)
vorzuschlagen. In diesem Zusammenhang würde das Aktienkapital im Verhältnis
5:1 zusammengelegt, was an der Börse in mehreren Schritten binnen mehrerer
Börsentage umgesetzt werden würde. Dieser Vorschlag führt dazu, dass das
Grundkapital von derzeit EUR 44.092.085,00 auf EUR 8.818.417,00 verringert
und in 8.818.417 Stückaktien eingeteilt werden soll. Die Differenz von EUR
35.273.668,00 würde der Kapitalrücklage zugeführt, um so die aufgelaufenen
Verluste auszugleichen, wobei Höhe des Eigenkapitals und Bilanzsumme
unverändert bliebe.

Durch diese vorgeschlagene Herabsetzung des Grundkapitals könnte eine
außerordentliche  Hauptversammlung vermieden werden. Doch noch bedeutender
scheint dem Fachanalysten der 'kurssteigernde' Effekt der
Kapitalherabsetzung: Die abgesenkte Aktienzahl sollte spiegelbildlich zu
einer rechnerischen Kurserhöhung auf über EUR 6 nach Durchführung der
Kapitalzusammenlegung führen und so den Handlungsspielraum bei etwaigen
künftigen Kapitalmaßnahmen und strategischen Transaktionen erweitern
helfen.

Die Wertung des MIDAS-Fachanalysten fällt denn auch klar aus: Die
vorgeschlagene Kapitalzusammenlegung ist nicht nur sinnvoll und
kostensparend, sondern sie ist dem Grunde nach gerade vor dem Hintergrund
der Fortschritte im Produktportfolio der Berliner die Basis für künftige
Kurssteigerungen.


Ende der Corporate News

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19.05.2011 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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125463 19.05.2011                                                      
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MIDAS Research – ExpessNote zur Epigenomics AG: Partner Quest Diagnostics erhält Zulassung für Septin9-Test im Staat New York

MIDAS Research / Schlagwort(e): Produkteinführung

22.03.2011 / 09:10

MIDAS Research – ExpessNote zur Epigenomics AG: Partner Quest Diagnostics erhält Zulassung für Septin9-Test im Staat New York; Darmkrebs-Bluttest ColoVantage(TM) nun in allen 50 US-Staaten verfügbar

Quest Diagnostics macht nach Meinung von Thomas Schießle, Fachanalysten bei MIDAS Research, in den USA Ernst mit der landesweiten Vermarktung des Darmkrebs-Bluttests ‘ColoVantage(TM)’. Das Unternehmen wolle den ‘First Mover Advantage’ seines laborentwickelten Tests so lange wie möglich für sich buchen, so der Analyst. Nur einige Quartale vor der erwarteten breiten Markteinführung als FDA-zugelassener IVD-Test durch Epigenomics und Abbott Molecular in den USA kann nun bereits die Kommerzialisierung des Methylierungs-Markers auch im Bundesstaat New York mit seinen ca. 19 Mio. Bürgern, davon ca. 8,2 Mio. in New York City, erfolgen.

Will man in der Quest-Zentrale in Madison, NJ, bei dem für 2011 avisierten, nur moderaten Umsatzwachstum das operative Ergebnis im laufenden Turnus tatsächlich um ca. 18% steigern, dann muss der Produktmix im Quest Diagnostics-Konzern werthaltiger werden. Nach Aussagen des Topmanagements gehört der ColoVantage(TM) Darmkrebs-Bluttest als innovativer Test mit zu den wesentlichen Impulsgebern im aktuellen Jahr, geniest also hohe Aufmerksamkeit des CEOs. Nicht ohne Grund wird der Test auch auf Seite 1 der Homepage www://questdiagnostic.com beworben – zeitlich gut abgestimmt mit dem ‘Darmkrebsmonat’ März, den es in USA ebenso wie in Deutschland gibt. Zwar kann Quest Diagnostics nach US-Regularien laborentwickelte Tests nur aus eigenen Laboren anbieten; angesichts der über 40 Zentrallabore und über 2000 Patienten-Service-Zentren in den USA kann der Diagnostik-Gigant mit einem Jahresumsatz von über USD 7,3 Milliarden (2010) im wichtigsten Ländermarkt USA aber einiges in Bewegung setzen und hat genau dieses wohl auch vor!

Der Test basiert auf Epigenomics’ patentgeschütztem Biomarker mSEPT9 und der firmeneigenen DNA-Methylierungstechnologie, die von den Berlinern als Paket 2008 an Quest Diagnostics lizenziert wurde. Nach der erfolgreichen klinischen Validierung des Tests im November 2009 erfolgte die Freigabe für die Vermarktung an Ärzte und Patienten im Dezember 2009. Nun hat ColoVantage(TM) auch die Zulassung durch das Gesundheitsministerium des Staates New York erhalten und ist damit in allen US-Bundesstaaten verfügbar. Der Staat New York ist der einzige Bundesstaat in den USA, in dem laborentwickelte Tests eine ausdrückliche Zulassung des Gesundheitsministeriums für die Verwendung an Patienten benötigen. In diesem Zusammenhang verweist MIDAS-Analyst Schießle auch auf Epigenomics’ Wettbewerber GeneNews und dessen blutbasierten Darmkrebstest ‘ColonSentry’, der aus Kanada stammt und vom US Laborpartner Enzo Clinical Labs Inc. im August 2010 im Staat New York zur Genehmigung eingereicht wurde. Bis heute habe dieser Test nach seinem Kenntnisstand die Genehmigungshürden dort aber nicht überwinden können.

Das Wettbewerbsumfeld vor Augen, sieht Analyst Schießle – angesichts der hohen Relevanz für das operative Geschäft von Quest – in der künftigen Vermarktungsstatistik des US-Diagnostik-Giganten einen Proof-of-Concept für die Kommerzialisierung des Septin9-Tests aus Berlin. In der Vergangenheit war Quest, was einzelne Produkte betrifft, nicht sehr kommunikativ. Für einen wesentlichen, neuen Werttreiber muss das allerdings nicht so bleiben.
Die Richtlinien der American Cancer Society (ACS) empfehlen, dass sich alle Männer und Frauen mit durchschnittlichem Erkrankungsrisiko im Alter von 50 Jahren und älter regelmäßig einer Früherkennungsuntersuchung unterziehen sollten. Mehrere Studien zeigen, dass diese rund 80 Mio. Menschen die bisherigen Vorsorgemöglichkeiten – im Wesentlichen Stuhltest und Darmspiegelung – nur in geringem Maße wahrnehmen. Nur einer von vier Patienten, der eine staatliche Gesundheitsversorgung (Medicare) bezieht, erhielt zwischen 1998 und 2004 den Richtlinien folgende Früherkennungsuntersuchungen. Schließt man die nicht unerhebliche Anzahl der Privatversicherten in den USA ein, nimmt immer noch über die Hälfte der Amerikaner nicht an der dringend empfohlenen Darmkrebs-Vorsorge teil. Eben weil die bis dato verfügbaren Test teilweise recht ungenau aber vor allen Dingen nicht sehr patientenfreundlich sind. Und genau der letzte Punkt wird – so der Fachanalyst – auch von zentraler Bedeutung für die Vermarktungsstrategie von Quest auf dem US-Markt sein.

Auch hierzulande werden die Septin9-Tests von Epigenomics (Epi proColon(R)) und Abbott (mS9) in ähnlicher Weise im Selbstzahlermarkt positioniert – bis heute allerdings mit recht zögerlichem Erfolg. Auf die ungünstigen Rahmenbedingungen und Ergebnisse hatte MIDAS Research bereits vor geraumer Zeit hingewiesen. Während die USA-Strategie von Epigenomics also zunehmendes Potenzial zeigt, gilt es, in Europa über Konsequenzen und eventuelle Kurskorrekturen nachzudenken. Die Bilanz-Pressekonferenz am 7. April 2011 verspricht also spannend zu werden!

Ende der Corporate News


22.03.2011 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch die DGAP – ein Unternehmen der EquityStory AG.
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116363  22.03.2011
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MIDAS Research: ExpressNote zur Epigenomics AG: Epigenomics vergibt Forschungslizenz und Kommerzialisierungsoption für mSEPT9-Biomarker an QIAGEN

MIDAS Research / Schlagwort(e): Sonstiges

01.03.2011 / 15:00

MIDAS Research - ExpressNote zur Epigenomics AG: Epigenomics vergibt
Forschungslizenz und Kommerzialisierungsoption für mSEPT9-Biomarker an
QIAGEN

'Was nahe liegt, wird endlich gut' - so der Kommentar von Thomas Schießle,
Fachanalyst für Biotechnologie bei MIDAS Research, zur Bekanntgabe der
Unterzeichnung einer Optionsvereinbarung und einer Forschungslizenz
zwischen QIAGEN und Epigenomics (WKN: A0BVT9 / Börsenkürzel: ECX). Man
kennt sich schon seit geraumer Zeit, nicht nur aus dem Aufsichtsrat. Seit
Jahren verfügt das Hildener Unternehmen über eine Lizenz zur Nutzung der
DNA-Methylierung in der Präanalytik bzw. zur Nutzung der
Methylierungstechnologie für Forschungsanwendungen. Allesamt bisher eher
Randaktivitäten, die aber nun künftig durch eine zentrale
Screeninganwendung für die Darmkrebs-Früherkennung ergänzt werden könnten
und QIAGEN globale Jahreseinnahmen in dreistelliger Millionenhöhe
ermöglichen sollen, schätzt Analyst Schießle.

QIAGEN verfolgt derzeit mehrere Programme, die darauf abzielen, das
Portfolio im Bereich 'Prävention' zu erweitern. Nun hat man sich auch den
Zugriff auf die blutbasierte Darmkrebs-Früherkennung gesichert. Zentralen
Werttreiber bei der Nr.1 in der Präanalytik sind schon heute Tests für
Infektionskrankheiten sowie für das HPV-Screening zur Früherkennung von
Gebärmutterhalskrebs. Auf diesem Feld gilt es für Nachschub zu sorgen, was
mit den unterzeichneten Vereinbarungen bewerkstelligt werden soll.

Im Rahmen des Vertrags erhält QIAGEN nun eine Option auf eine weltweite,
nicht-exklusive kommerzielle Lizenz für den mSEPT9-Biomarker und
DNA-Methylierungs-Technologien zum Nachweis von Darmkrebs im Blut. Die
Option kann innerhalb der nächsten zwei Jahre von QIAGEN ausgeübt werden.
Darüber hinaus gewährt Epigenomics QIAGEN eine Forschungslizenz für den
mSEPT9-Biomarker und die notwendigen Nachweistechnologien. Unter dieser
Lizenz entwickelt QIAGEN derzeit eine neue Probentechnologie, die alle
Anforderungen für eine zukünftig breite Nutzung von methylierungs-basierter
molekularer Diagnostik - wie etwa den Septin9-Bluttest für den Nachweis von
Darmkrebs - auf QIAGEN's modularer molekularer Testplattform QIAsymphony
erfüllen soll.
Epigenomics wird QIAGEN in der F&E-Phase bei Bedarf mit Know-how und der
Beschaffung von klinischen Proben unterstützen. Die Berliner werden bei der
Optimierung des Hardware- /Software-Zusammenspiels ihr Know-How einbringen
und so die zentralen Themen Kosteneffizienz und Durchsatz adressieren, was
sicherlich nicht, so der MIDAS-Analyst, in wenigen Wochen sondern wohl eher
in einigen Quartalen zu meistern sein dürfte. Damit spannt sich eine
Planungsperspektive auf, die eine Kommerzialisierung des
QIAsymphony-basierten Hochdurchsatz-Bluttest für Darmkrebs - wohl zuerst
als CE-zertifiziertes Kit in der EU - im 1. Halbjahr 2013 nicht
unwahrscheinlich werden lässt und dann eine Meilensteinzahlung für die
Ausübung der Kommerzialisierungsoption an Epigenomics auslösen dürfte, die
nach MIDAS-Schätzung bei über einer Mio. Euro liegen sollte. Gelingt die
Vermarktung eines auf dem Biomarker mSEPT9 beruhenden Bluttests für
Darmkrebs durch QIAGEN, sind Umsatzbeteiligungen und weitere
Meilensteinzahlungen bei Erreichen bestimmter Umsatzziele vereinbart. Eine
Vertragskonstruktion, die den MIDAS-Analysten an den Vertragsrahmen
erinnert, der mit Abbott unterzeichnet wurde. Die inzwischen erreichte
Validierung des mSEPT9-Biomarkers macht dabei im Vergleich zum
Abbott-Vertrag bessere 'Upfront'-Konditionen wahrscheinlich.

Bereits heute fließt Geld, denn im Optionsvertrag ist eine - geschätzt -
mittlere, sechsstellige Vorauszahlung durch QIAGEN vereinbart, die nach den
herrschenden Bilanzierungsregeln über die Optionsfrist von 24 Monaten
ratierlich in die GuV-Rechnung einfließen dürfte. Darüber hinaus wird
QIAGEN während der F&E-Phase mögliche Kosten für eine Unterstützung der
Forschungsarbeiten und für zur Verfügung gestellte klinische Proben
übernehmen. Das Probenmaterial für die fällige Fall-Kontroll-Studie kommt
also nicht aus dem noch vorhandenen Fundus der PRESEPT-Studie, der für
FDA-Studien von Epigenomics und Partner Abbott reserviert bleibt. Ob QIAGEN
nach zwei geplanten FDA-Zulassungen von Septin9-Tests durch Epigenomics und
Abbott dann überhaupt noch eine große prospektive Studie braucht oder ob
eine Äquivalenzstudie im Rahmen eines erleichterten Zulassungsverfahren
(gemäß Regel 510(k)) ausreichen wird, wird sich zeigen müssen.

In der letzten Zeit gab es vermehrt Kritiker, die den von Epigenomics
eingeschlagenen Weg der dualen Vermarktungsstrategie für eine Sackgasse
hielten. Aber die Strategie hat nach Meinung des MIDAS-Analysten ihre
unveränderte Zugkraft durch die substanzielle Ausweitung der Zusammenarbeit
zwischen QIAGEN und Epigenomics klar unter Beweis gestellt. Eine Säule ist
es hierbei, den Darmkrebs-Bluttest auf mehreren Instrumentenplattformen
verfügbar zu machen, also nicht exklusiv zu lizensieren, und damit den
breiten Einsatz dieses innovativen und patientenfreundlichen Ansatzes zur
Früherkennung von Darmkrebs in der klinischen Routine zu fördern. Die
andere ist die direkte globale Vermarktung des Darmkrebs-Bluttests unter
dem eigenen Markennamen Epi proColon, was bekanntermaßen in Europa und dem
Nahen Osten bereits geschieht und in den USA erstmals in 2012 erreicht
werden soll. Auch auf diesem Feld erwartet  der Biotechanalyst im Laufe des
Jahres Neuigkeiten. Die Börse dürfte das - wie aktuell die Nachricht zur
Zusammenarbeit mit Qiagen - weiter erfreuen.


Ende der Corporate News

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114023 01.03.2011                                                      
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ExpressNote zur Epigenomics AG: Dr. Thomas Taapken als künftiger CFO überzeugt genauso wie Epi ProColon 2.0

MIDAS Research / Schlagwort(e): Sonstiges

14.01.2011 / 08:49

ExpressNote zur Epigenomics AG: Dr. Thomas Taapken als künftiger CFO überzeugt genauso wie Epi ProColon 2.0

Das neue Gesicht, das das Krebsdiagnostik-Unternehmen Epigenomics (WKN: A0BVT9/ Börsenkürzel: ECX) in der Zukunft auch am Kapitalmarkt repräsentieren wird, passt nach Auffassung des Fachanalysten Thomas Schießle von MIDAS Research zu den künftigen Unternehmensherausforderungen. Dr. Thomas Taapken wird neuer Finanzvorstand und – wie bereits Mitte Dezember 2010 angekündigt – zum 1. April 2011 die Nachfolge von Dr. Oliver Schacht antreten. Für einen nahtlosen Übergang ist also gesorgt.

Das Profil des neuen ähnelt dem des noch amtierenden Ressortleiters, ergänzt der Fachanalyst, M&A-Expertise und US-Erfahrung kennzeichnen die Werdegänge beider.
Derzeit ist der künftige Finanzchef von Epigenomics noch bei seinem jetzigen Arbeitgeber Biotie Therapies Corp. (NASDAQ-OMX / BTH1V) mit der Abwicklung einer Übernahme beschäftigt. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass das in Finnland ansässige Biotech-Unternehmen (CNS, Atemwegserkrankungen) die private Synosia Therapeutics Holding AG mit Biotie-Aktie kaufen möchte. Der Biotie-Aktienkurs beantwortete die Transaktionsankündigung binnen Tagen mit einer Kursverdopplung, die Marktkapitalisierung übersprang EUR 115 Mio.
Während seiner gesamten Karriere war Taapken an einer Vielzahl von strategischen Transaktionen, darunter Akquisitionen, Mergers, Veräußerungen sowie private Finanzierungen und öffentliche Aktienemissionen, beteiligt. Zu Biotie Therapies Corp. kam er 2008 durch den Zusammenschluss von Biotie und elbion NV, deren Finanzvorstand er seit 2005 war. Zuvor arbeitete er ‘auf der anderen Seite des Kapitalmarktes’, so Biotechanalyst Schießle. Er war von 2003 bis 2005 Partner bei der DVC Deutsche Venture Capital und damit einer der Investoren in den frühen Tagen des Berliner Molekulardiagnostik-Herstellers Epigenomics. Wichtige Erfahrungen machte er von 1998 bis 2002 in San Francisco, von wo aus die US-amerikanische Venture-Capital-Firma Burrill & Company ihre Engagements steuerte. Zuvor arbeitete Taapken für mehrere Jahre bei Sanofi-Aventis in den USA und Deutschland.

Mit der Wahl hofft der Aufsichtsrat der Berliner, den idealen Finanzvorstand gefunden zu haben, um in die nächste Phase der Unternehmensentwicklung zu starten. In der Tat wird das gesamte wirtschaftliche Potenzial von Epigenomics ohne M&A-Aktivitäten kaum zu heben sein. Weitere Industriepartnerschaften stehen ja bekanntermaßen noch aus und als Technologieführer könnte der Hersteller der Epi proColon-Tests durchaus eine aktive Rolle spielen, merkt der MIDAS-Analyst an und ergänzt, dass zuvor der Roll-out des Hauptwerttreibers im Produktportfolio konsequent fortgesetzt werden müsse.
Für den Vertrieb zeichnet Geert Nygaard, der CEO, verantwortlich. Damit sind die wesentlichen strategischen Themen im Vorstand vertreten. Was aus Sicht des Biotechanalysten von MIDAS-Research in den kommenden Wochen noch ansteht, ist die zügige und nachdrückliche Stärkung der Präsenz im überaus wichtigen US-Markt. Ein erfahrener US-amerikanischer Marketing- und Verkaufsleiter wird nicht nur die US-Tochtergesellschaft zu leiten haben, vielmehr ist auch dort alle Kraft auf die Kommerzialisierung zu lenken und damit die Vermarktungsstrategie des Bluttests für Darmkrebs in den USA zum Erfolg zu führen. Im Terminkalender des neuen Verkaufsleiters wären bereits für Februar sehr wichtige Einträge.
Die US-Zulassungsbehörde FDA lädt schon in wenigen Wochen zum sogenannten Pre-IDE-Meeting. Mit diesen Gesprächen wird der Rahmen für die Zulassungsanforderungen abgesteckt. Es wird das Produktkonzept vorstellt und mit der Behörde erörtert. Wichtige Fragestellungen sind darüber hinaus, wie der Test klinisch eingesetzt werden soll und welche klinischen Daten zur Unterstützung eines Zulassungsantrags für die Vermarktung in den USA notwendig sind.
Inzwischen steht mit Epi proColon 2.0 die zweite Produktgeneration bereit. Der verbesserte Test ist für den US-Markt sowie als zweite Produktgeneration für den europäischen Markt vorgesehen. Höhere Qualität im Workflow und bessere Automatisierbarkeit sind die operativen Verbesserungen. Das neue Produkt wird auf Reagenzien aufbauen, die unter dem sogenannten cGMP-Standard hergestellt wurden, einem von der FDA geforderten Qualitätsstandard, der auch mit der eingesetzten Hardware erreicht wird. Die Durchführung des neuen Tests wurde vereinfacht und zeitlich gestrafft. Während das neue Verfahren die gleiche epigenetische Veränderung des Septin9-Gens in einer Blutprobe nachweist, wurden Verbesserungen eingeführt, die auf den Ergebnissen jüngerer Studien, Wünschen derzeitiger Nutzer des Verfahrens in Europa sowie Ergebnissen von Marktforschung in den USA beruhen.
Nicht weniger wichtig, so Analyst Schießle, sind die mit dem neuen Testkonzept erreichten klinischen Verbesserungen. Eine klinische Konzeptstudie mit 97 Darmkrebsfällen und 159 Kontrollprobanden hat gezeigt, dass das verbesserte Verfahren eine Sensitivität für Darmkrebs von 91% bei einer Spezifität von 87% erreicht. Insbesondere war der Test in dieser Studie in der Lage, 22 von 27 Krebsfällen im Stadium I (78%) und 25 von 25 Fällen im Stadium II (100%) korrekt nachzuweisen. Sehr gute Argumente, so Schießle, für die Gespräche mit den Krankenkassen, die den Nutzen als Massen-Früherkennungstest kritisch analysieren werden, sollen sie diesen doch bezahlen.
Bevor es soweit ist, nämlich in der zweiten Jahreshälfte 2011, soll der verbesserte Epi proColon 2.0 schon in Europa und weiteren Märkten eingeführt werden; sicherlich nicht zum Schaden der Verkaufsstatistik.

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109000  14.01.2011
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ExpressNote: Neues Personal für neue Unternehmensphase – Stabwechsel im Finanzresort von Epigenomics planmäßig zum 31.3.2011

MIDAS Research / Schlagwort(e): Sonstiges
ExpressNote: Neues Personal für neue Unternehmensphase – Stabwechsel im Finanzresort von Epigenomics planmäßig zum 31.3.2011

15.12.2010 / 15:40

ExpressNote: Neues Personal für neue Unternehmensphase – Stabwechsel im Finanzresort von Epigenomics planmäßig zum 31.3.2011

Das Resümee des MIDAS-Fachanalysten fällt klar aus. Der nun angekündigte Stabwechsel im Finanzresort beim Krebsdiagnostik-Unternehmen Epigenomics (WKN: A0BVT9/ Börsenkürzel: ECX) ist überraschend vom Zeitpunkt her aber konsequent in der Logik der erreichten Unternehmensentwicklung. Die Berliner Gründerzeiten – mit ihren besonderen Herausforderungen an Entwicklung und Finanzierung – sind inzwischen definitiv vorüber. Die Markteroberung mit Epigenomics’ wichtigstem Produkt, dem blutbasierten Darmkrebstest, gewinnt an Fahrt und Breite sowohl in Europa als auch im Führungsmarkt USA.

Mit Dr. Oliver Schacht wird zum 31. März 2011 der letzte Mitbegründer und langjährige Finanzvorstand der Epigenomics AG sein Vorstandsamt niederlegen. Nach eigenen Aussagen will er aber an seinem Aktienpaket – ergänzt um Optionen in ähnlicher Stückzahl – in Höhe von ca. 0,13 Mio. Stück, was einem Anteil von 0,3% entspricht, in absehbarer Zeit nicht rühren; ist er doch weiterhin vom ökonomischen Erfolg überzeugt. Als zukünftiger Vorstandsvorsitzender der deutschen Curetis AG, einem nicht-börsennotierten Molekulardiagnostik-Unternehmen, das in einem anderen Bereich als die Berliner tätig ist, wird er an führender Stelle wieder Aufbauarbeit leisten.

‘Der CFO verlässt nach 13 Jahre eine Firma, die sich mittlerweile in ein viel schlankeres, effektiveres und effizienteres, kommerzielles Diagnostik-Unternehmen gewandelt hat und somit neue Herausforderungen parat hält’, fasst der zuständige MIDAS Research-Fachmann zusammen und ergänzt, dass mit den aktuell über EUR 26 Mio. an freien Finanzmitteln und den langsam wachsenden Testkit-Einnahmen die geschäftspolitische Roadmap bis zur Einreichung des eigenen Septin9-Markers bei der FDA zum Ende 2012 finanziert sei.
Nächster wichtiger Termin ist bekanntermaßen zuvor die Einreichung der Genehmigungsunterlagen für das IVD-Testkit von Abbott. Die Kommerzialisierungsinitiative gewinnt immer mehr Fahrt.

Gut, dass im Vorstand für einen reibungslosen Übergang gesorgt ist. Der Aufsichtsrat habe bereits einen international sehr erfahrenen, neuen Finanzvorstand verpflichtet, der seine Arbeit zum 1. April 2011 aufnehmen und der in den ersten Januarwochen vorgestellt werden soll, wenn Vertraulichkeitsverpflichtungen aus seinem noch bestehenden Vertragsverhältnis bei einem anderen börsennotierten Unternehmen weggefallen sind.

Darüber hinaus wird das Vertriebsressort mit der Rekrutierung eines erfahrenen, US-amerikanischen Marketing- und Verkaufsspezialisten für Epigenomics’ Präsenz in den USA gestärkt werden. Dieser soll die gegenwärtig von Oliver Schacht in Personalunion geleitete US-Tochtergesellschaft auf die künftigen marktnahen Aufgaben vorbereiten.
Wie in Deutschland und dem benachbarten Ausland mit der Vermarktung von Epi proColon durch die Berliner selbst wird das Marktpotenzial in den USA über mehrere Vermarktungskanäle realisiert. Aus Sicht des Analysten kommt diese Personalveränderung zu einem ganz passenden Zeitpunkt und richtet die Managementkapazitäten in der ersten und zweiten Führungsebene noch klarer auf die Themen Business Development und Produktvertrieb aus.

In den kommenden Monaten steht wie erwähnt die Antragstellung für die US-Zulassung eines IVD-Tests auf Basis des Septin9-Markers bei der FDA durch Abbott an, womit der Massenmarkt dort in seiner ganzen Breite adressiert wird. Auch der Epi ProColon Test könnte bis zum Jahresende 2011 bei der FDA eingereicht werden und nach dem Go der Behörde in Eigenregie in Ergänzung zu dem Testkit von Abbott dort vermarktet werden.
Spätestens in 24 Monaten sollten die USA zum dominierenden Ländermarkt in der Epigenomics-Welt werden, prognostiziert Biotech-Analyst Schießle, wenn in einem weiteren Schritt die Kostenübernahme durch die Kassen die flächendeckende Marktdurchdringung ermöglicht. Grund genug, jetzt wichtige Personalentscheidungen umzusetzen. Denn es gilt, simultan vorzugehen.

War es in den zurückliegenden vier Jahren zusammen mit dem CEO Geert Nygaard der scheidende CFO, der maßgeblich daran beteiligt war, das Unternehmen durch den Umbau von einem Biotechnologie-Start-up hin zu einem kommerziell ausgerichteten Molekulardiagnostik-Unternehmen zu entwickeln, ‘passen’ nun die angekündigten Veränderungen und Ergänzungen des Management-Teams nach Meinung des Fachanalysten Schießle prinzipiell gut zu den neuen Herausforderungen der Produktvermarktung und des Partnering.
‘Wir sind’, so der MIDAS-Fachmann, ‘auf das neue Gesicht im Vorstand, seine Vita und insbesondere seine konkreten Ideen für die Zukunft von und mit Epigenomics sehr gespannt’.
Denn schließlich gilt an der Börse noch immer: In people we invest!

Ende der Corporate News

15.12.2010 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch die DGAP – ein Unternehmen der EquityStory AG.
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106602  15.12.2010
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ExpressNote: Epigenomics bestätigt Vorsprung bei Darmkrebs-Diagnostik auf richtungsweisenden Kongressen

MIDAS Research  / Schlagwort(e): Sonstiges

28.10.2010 10:25
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ExpressNote: Epigenomics bestätigt Vorsprung bei Darmkrebs-Diagnostik auf
richtungsweisenden Kongressen

Dass das Biomarkerkonzept von Epigenomics (WKN: A0BVT9/ Börsenkürzel:
ECX)noch lange nicht seine Grenzen erreicht hat, zeigen die jetzt auf zwei
sehr wichtigen Fachkonferenzen vorgestellten neuen Studiendaten, fasst der
MIDAS-Experte Thomas Schießle die wesentlichen Auswertungen der
vorgestellten neuen und ergänzenden Studienergebnisse zum wichtigsten
Werttreiber des Unternehmens, dem Septin9-Biomarker für den Nachweis von
Darmkrebs, zusammen.

Nicht nur wird die Wertigkeit des Tests für die bevölkerungsweite
Darmkrebs-Früherkennung durch seine jetzt erneut aufgezeigte, hohe
Leistungsfähigkeit als weltweit erster molekulardiagnostischer Bluttest für
den Nachweis von Darmkrebs unterstrichen; auch wurde die Datenbasis
nochmals erweitert, was einen nicht zu unterschätzenden Aspekt bei der
Überzeugung künftiger Nutzer darstellt. Der Septin9-Biomarker ist das
Kernstück des weltweit ersten molekulardiagnostischen Bluttests für den
Nachweis von Darmkrebs, der bekanntermaßen von Epigenomics (Epi proColon)
und seinem Partner Abbott Molecular (mS9) als in-vitro-diagnostisches
Testkit in Europa und Asien/Pazifik bzw. von Epigenomics' Lizenznehmern
Quest Diagnostics (ColoVantage(TM)) und ARUP Laboratories (Methylated
Septin9 Test) als laborentwickelter Test in den USA vermarktet wird. Zudem
arbeiten die Berliner und Abbott an der FDA-Zulassung ihrer Testkits für
die breite Vermarktung in den USA.

Von zentraler Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg der Krebsdiagnostik
des Berliner Spezialisten ist die Akzeptanz bei Vorsorgepatienten, Ärzten
und Kostenträgern sowie nicht zuletzt bei Fachärzteausschüssen, die über
die Empfehlungen zur Vorsorge zu entscheiden haben.

Vor wenigen Tagen stellte nun Dr. Jürgen Beck, der neue Senior Vice
President Medical Affairs von Epigenomics auf der 18. United European
Gastroenterology Week (UEGW) in Barcelona eine ergänzende Auswertung der im
Frühjahr erfolgreich abgeschlossenen prospektiven PRESEPT-Studie vor. In
der PRESEPT-Studie wies Epigenomics' patentierter Septin9-Bluttest 67% der
Darmkrebsfälle nach und erreichte dabei eine Spezifität von 88% im
Vergleich zur Koloskopie, dem anerkannten Goldstandard in der
Darmkrebs-Früherkennung. Bekanntermaßen gab es bei der Auswertung zu
Jahresbeginn inkonsistente Meßergebnisse in einem der drei unabhängigen
Auswertungslabors. 'Die kurzfristig aufgetretenen Irritationen waren heftig
und sind noch heute am Aktienchart nachvollziehbar', bemerkt der
Fachanalyst von MIDAS Research. Durch eine sofort anschließende Nachmessung
konnte das Studienziel aber dennoch erreicht werden. Umso wichtiger war
eine unabhängige Validierung der damals eingesetzten Septin-9-Tests durch
eine Folgestudie zu der großen PRESEPT-Screeningstudie. In seiner
Posterpräsentation stellte Dr. Beck nun solcherart Daten einer kleineren
Fall-Kontroll-Studie vor. Forscher eines unabhängigen Labors analysierten
in dieser Studie Blutproben von Menschen mit Darmkrebs und Menschen mit
negativem Koloskopie-Befund als Kontrollen unter Verwendung des
PRESEPT-Testprotokolls. In dieser erstmals vorgestellten Studie erreichte
der Septin9-Test eine Sensitivität von 86% und eine Spezifität von 93%.

Die Bekanntgabe dieser neuen Daten folgt nur eine Woche auf die
Veröffentlichung von Daten einer unabhängigen, vom US-Partner ARUP
durchgeführten Fall-Kontroll-Studie, in der der Septin9-Biomarker, gemessen
mit ARUPs Verfahren, 90% Sensitivität bei einer Spezifität von 89% erbracht
hatte.

Die jetzt bekannt gewordenen überzeugenden Validierungen der
PRESEPT-Studienergebnisse festigen nach Ansicht des Biotechanalysten von
MIDAS Research die Marktführerschaft von Epigenomics bei
Krebsfrüherkennungstests im Bereich Darmkrebs. Heute ist Septin9 mit
Untersuchungsmaterial von über 11.500 Probanden der wahrscheinlich am
gründlichsten getestete und best untersuchte molekulardiagnostische
Biomarker für den Nachweis von Darmkrebs. Als Test, der auf nur einem
einzigen Biomarker beruht, ergeben sich beim Septin9-Test sehr klare
Vorzüge im Hinblick auf klinische Leistungsfähigkeit, einfache Handhabung
und Interpretation des Testergebnisses, wenn man ihn mit neu aufkommenden,
konkurrierenden molekulardiagnostischen Stuhl- und Bluttests für Darmkrebs
vergleicht, bestätigt Schießle die Einschätzung des
Epigenomics-Managements.

In den nächsten Tagen sollen auf einer AACR-Fachtagung erste Daten eines
stuhlbasierten DNA-Tests von Exact Science Inc. bekanntgegeben werden. Bis
zu einem im Markt verfügbaren Test der Amerikaner, die den Gesamtmarkt aus
ihrer Sicht auf US$ 3,6 Mrd. p.a. schätzen, werden allerdings wohl noch ein
paar Jahre vergehen und es wird einige Hürden zunehmen geben, bevor sie auf
fundierten Daten einen ernsthaften Vergleich mit Septin9 anstreben können.

In Berlin kann man also hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Vorsprung
entspannt auf die Bekanntgabe neuerer Testergebnisse des Wettbewerbers
Exact Science Inc. aus den USA blicken, glaubt Analyst Schießle, und
verweist darauf, dass die scheinbare Schlacht um den leistungsfähigsten
Test irreführend sei. Denn am Ende sei es die Akzeptanz bei den Menschen im
Vorsorgealter von 50 aufwärts, die über das beste Testverfahren entscheidet
- und hier hat ein 'sauberer' Bluttest gegenüber einem Stuhltest wohl ganz
klare Vorteile.


28.10.2010 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, 
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